10 aus 50 mit Miriam

Heute gewährt uns Miriam Heckemann einen Einblick in ihre Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit. Miriam ist 32 Jahre alt und Lehrerin. Sie ist schon die zweite in dieser Reihe, die als Lehrerin sagt, dass sie nicht direkt mit Nachhaltigkeit zu tun hat (ihr werdet es gleich lesen). Findet ihr nicht auch, dass das Thema in den Lehrplan gehört?

Miriam kenne ich schon aus Kindheitstagen und freue mich, dass uns das Thema Nachhaltigkeit jetzt wieder zusammengeführt hat. Ich kann nur immer wieder sagen, dass es mich total überrascht hat, wie viele Leute sich in meinem Umfeld (klein oder groß) schon lange mit dem Thema befassen ohne dass ich irgendwas davon mitbekommen habe. Euch geht es bestimmt genauso. Hört euch doch mal um!

Jetzt möchte ich euch Miriams Fragen und Antworten aber nicht länger vorenthalten. Also, los geht’s:

 

Hast du beruflich mit Nachhaltigkeit zu tun?

Nicht direkt. Aber als Lehrerin nutze ich schon Gelegenheiten, Nachhaltigkeit zu thematisieren. Mit meiner Klasse war ich zum Beispiel im Rahmen eines Musikprojektes in dem Theaterstück „TRASHedy“ in Herford, welches das Thema Nachhaltigkeit künstlerisch aufgearbeitet hat. Das war natürlich die Gelegenheit, das Thema zu vertiefen.

 

Was steht für Dich beim Thema Nachhaltigkeit an erster Stelle? Mensch, Tier oder Umwelt?

Finde es nicht leicht, diese Frage zu beantworten. So ganz pauschal kann ich das auch gar nicht beurteilen. Beim Thema Kosmetik geht es mir zum Beispiel in erster Linie darum, dass keine Tiere unter der Produktion leiden müssen. Beim Thema Kleidung geht es mir darum, dass die Menschen, die die Kleidung nähen, unter guten Arbeitsbedingungen arbeiten. Wenn es um Ernährung, Strom, Windeln, Wasch- und Putzmittel geht, steht bei mir das Thema Umweltschutz an erster Stelle. Versuche also, bei den verschiedenen Themen auf Mensch, Tier und/ oder Umwelt zu achten. Das gelingt sicherlich nicht immer, aber jeder Schritt zählt.

 

Ist dein Umfeld sensibel für das Thema Nachhaltigkeit?

Das ist ganz unterschiedlich. Einige machen sich sehr viele Gedanken zum Thema und ändern ihre Lebensweise, allen voran eine gute Freundin, die mich stark beeinflusst hat, so dass zum Beispiel unser Sohn hauptsächlich mit Stoff gewickelt wird. Andere hingegen beschäftigen sich wenig damit.

 

Naturkosmetik – ja oder nein?

Ja! Ich habe in den letzten Jahren nach diversen Berichten über Tierversuche, Mikroplastik etc. meine Pflegeprodukte umgestellt und einiges ausprobiert.

 

Würde Dir ein 10-Schritte-Plan helfen, um nachhaltiger zu sein?

Ich glaube nicht, dass das für mich etwas ist. Ich hole mir lieber Anregungen und versuche dann, diese in meinen Alltag einzubinden. „10-Schritte-Plan“ klingt für mich zu durchgeplant und streng.

 

Hast Du ein schlechtes Gewissen, wenn Du etwas konventionell kaufst?

Ja, schon. Manchmal klopft das Gewissen sehr laut an und ich denke noch einmal über den Kauf nach. Manchmal muss ich mir selbst klarmachen, dass es gerade nicht anders geht.

 

Wie ernährst Du Deinen Sohn?

Mein Sohn isst hauptsächlich von mir gekochtes Essen und da achte ich schon darauf, dass es „Bio“ ist. Fleisch und Fisch gibt es jeweils ca. einmal die Woche, meiner Meinung nach reicht das aus. Beides kaufe ich im Bioladen. Jetzt im ersten Lebensjahr hat man den größten Einfluss auf die Ernährung des Kindes und da möchte ich meinem Sohn so häufig wie möglich Gutes und Unbedenkliches anbieten. Unterwegs oder im Urlaub drückt man aber auch mal ein Auge zu 😉

 

Welche Milchalternative magst du am liebsten?

Ich mag am liebsten Hafermilch.

 

Bioladen oder DM-Bio?

Beides. Ich finde es gut, wenn ich Bioprodukte auch bei DM und Co bekomme. Ich gehe aber auch sehr gern in den Bioladen, da dieser Produkte führt, die es anderswo nicht gibt.

 

Was magst du an Fairnica?

Ich mag es, dass ihr euch Gedanken macht, neue Produkte ausprobiert und uns daran teilhaben lasst, was es für Möglichkeiten gibt, „etwas zu tun“. Es bestärkt mich und vermutlich auch andere, tätig zu werden, selbst wenn es nur „kleine Schritte“ sind. Lieber inkonsequent nachhaltig als konsequent konventionell.

 

 

Vielen Dank, liebe Miriam. „Lieber inkonsequent nachhaltig als konsequent konventionell.“. Das ist mein neues Lieblingszitat 🙂

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