Brainblabla: Was darf man überhaupt noch?

Immer wieder passiert es mir, dass ich von anderen höre „Was darf man überhaupt noch kaufen?“ und ich kenne es selber von mir, dass ich mir diese Frage schon sehr oft gestellt habe. 

Was lassen die täglich neu bekanntwerdenden Skandale auch anderes zu? Bioeier sind nicht das, was sie versprechen, die Tierhaltung ist nicht mal bei Bioprodukten artgerecht und Kleidung aus recyceltem Plastik ist gar nicht mal so nachhaltig, wie wir dachten. Grade, wenn wir dachten durch unser Konsumverhalten etwas zu verändern und sich für Tiere oder Umwelt einzusetzen, ist es natürlich besonders bitter, wenn einen Nachrichten erreichen, die einen gar nicht gut dastehen lassen. Der ganze Aufwand scheint umsonst und ich kann den Drang nachvollziehen zur „Scheiß-egal“-Einstellung zurückzukehren. Man hat es schließlich versucht und es hat offensichtlich nichts gebracht. Das ganze Nachhaltigkeitsthema (was auch oft mit einem Gesundheitsthema übereingeht), scheint eine unüberwindbare Hürde zu sein. Dieser Punkt ist wahnsinnig frustrierend doch Resignation ist an dieser Stelle natürlich auch keine rationale Lösung. 

In letzter Zeit ist es bei mir selber tatsächlich weniger geworden, dass ich an dem Punkt war, da ich mich mehr mit den Problemen beschäftige und Alternativen suche. Ich habe das Stadium der Fustration überwunden und es in Aktionismus umgewandelt. Ich habe mich damit abgefunden, dass nicht alles perfekt ist, was ich mache und mir ist inzwischen klar, dass es bei jedem Thema wieder etwas geben wird, dass nicht optimal ist. Aber so entwicklen wir uns weiter. Wir starten etwas, machen Erfahrungen,  lernen dazu und passen unser Verhalten an. Ich lasse das Gefühl versagt zu haben nicht mehr zu, weil es mich in eine Sackgasse führt.  Sein Verhalten und auch seine Meinung anzupassen, ist wichtig und richtig. Die Themen sind so komplex, dass ich nicht alle Hintergründe zu 100% verstehen kann. Zumindest nicht sofort. Und die beste Recherche deckt keine zukünftigen Entwicklungen ab. Wir können schließlich nicht in die Zukunft sehen. 

Also wenn ihr das nächste Mal kurz vorm Verzweifeln steht, sagt euch, das was ich gemacht habe, war bis heute gut und ab morgen mache ich es eben besser. 

2 Gedanken zu “Brainblabla: Was darf man überhaupt noch?

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