10 aus 50 mit Vera

Für heute hat uns Vera ein paar Fragen beantwortet und wie sie selber schreibt, hat sie sich mit dem Interview schwer getan. Liebe Vera, du hast alles richtig gemacht. Genau die „einfach drauf los“-Antworten wollen wir hören.

Vera ist 38 Jahre alt und Mediengesgalterin für Digital- und Printmedien. Ich habe schon sehr viel mit Vera zusammengearbeitet und kann euch ihre Agentur rosapfeffer nur wärmstens empfehlen.

Außerdem veranstaltet sie zusammen mit einer Freundin zweimal im Jahr den Kreativmarkt frieda’s and friends in Schwerte. Wenn ihr noch nicht da wart, schaut es euch unbedingt an.

Kommen wir zu Vera’s Vorwort und ihren 10 Fragen und Antworten. Viel Spaß beim Lesen!

Mit diesem Interview habe ich mich total schwer getan: Zunächst habe ich mich gefragt, ob ich überhaupt der richtige Interviewpartner bin, ob ich mit dem Thema Nachhaltigkeit überhaupt etwas zu tun habe, bzw. ob ich etwas dazu zu sagen habe, was andere interessieren könnte. Dann wollte ich alles „richtig“ beantworten … puh,ich habe die Beantwortung immer weiter vor mir hergeschoben. Aber: es gibt kein Richtig oder Falsch und je länger ich darüber nachgedacht habe, umso mehr Ideen und Antworten schwirrten mir durch den Kopf. Daher habe ich mich letztlich entschieden, einfach loszuschreiben – auf geht`s:

Hast du beruflich mit Nachhaltigkeit zu tun?

Ich bin Mediengestalterin/Grafikerin und beschäftige mich mit Werbemaßnahmen von Unternehmen. Auf den ersten Blick hat das nichts mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ zu tun, aber wie so oft steckt die Nachhaltigkeit im Detail: Wenn es der Job hergibt, achte ich z. B. auf klimaneutralen Druck bzw. Versand.

Was ist dein größtes persönliches Nachhaltigkeits-Projekt?

Habe ich ein „Projekt“? Irgendwie ist das Thema bei mir schon immer da gewesen und ich mache mir selten einen Kopf darüber. Alles, was ich zu dem Thema „mache“, passiert automatisch, weil es mir beigebracht wurde oder ich es mir angeeignet habe. Offensichtlich habe ich großes Interesse an Nachhaltigkeit, ohne, dass ich es als Zwang empfinde – das erscheint mir ein gesunder Umgang mit dem Thema zu sein.

Die Antwort auf Deine Frage: Wenn ich ein „Projekt“ habe, dann bin das wohl ICH. 😉

Hat Nachhaltigkeit schon in deiner Kindheit eine Rolle gespielt?

Vielleicht stand das Thema in meiner Kindheit noch nicht so im Fokus oder ich habe es als Kind nicht mitbekommen. Schon früh wurde mir beigebracht,

– den Müll zu trennen oder noch besser, erst gar nicht so viel Müll zu produzieren

– dass man den Müll in dafür vorgesehene Behälter und nicht achtlos wegwirft

– Mehrweg-Taschen zu benutzen

– Wasser nicht sinnlos laufen zu lassen

– Licht auszuschalten, wenn ich den Raum verlasse.

Es wurde nicht immer alles neu gekauft, wenn man es auch umgehen konnte (Kleidung des Bruders aufgetragen , Spielsachentausch mit Freunden). Außerdem hatten wir Obst und Gemüse im Garten, wodurch ich schon früh ein Bild davon bekam, wann welches Lebensmittel Saison hat.

Für`s Einkochen und Bevorraten hatte meine Oma noch extra Kellerräume.  All das war aber „normal“. Keiner sprach davon, besonders nachhaltig leben zu wollen, das war eine Einstellung und auch abhängig von den damaligen Lebensumständen.

Ist dein Umfeld sensibel für das Thema Nachhaltigkeit?

Auch diese Frage habe ich mir noch nie bewusst gestellt, aber ich würde sie mit einem klaren Ja beantworten. Manchmal sensibilisiere ich die Leute erst, weil ich ein entsprechendes Thema anspreche, manchmal bin ich aber auch von einem Thema eines anderen angefixt und informiere mich weiter. Win-win-Situation! 😉

Was ist dein größter Nachhaltigkeits-Tipp?

Seid interessiert und tolerant. Wenn es Euch anspricht, probiert es aus. Dann kann man immer noch entscheiden, ob man es weitermachen möchte oder ob es für einen nicht passt. Es sollte unverkrampft sein, damit es selbstverständlich wird. Das ist und sollte ganz individuell bleiben, ohne zu verurteilen.

Bist du eher Typ Make or Buy?

Ich glaube, ich bin Buyke … also von beidem etwas. Ich kaufe, probiere total gerne aus und teste, bevor ich mir ein Urteil erlaube. Nur sind viele Dinge leider teuer.

Wenn ich etwas selbst herstellen kann, ist das noch besser, weil mir das Machen einfach Spaß macht und es oftmals sogar günstiger ist.

Naturkosmetik – Ja oder Nein?

Nur Naturkosmetik! Da ich unter einer Duftstoffallergie leide, musste ich schon immer auf Inhaltsstoffe achten. Vieles vertrage ich nicht. Früher war das viel problematischer, an entsprechende Produkte dranzukommen. Heute gehe ich in einen dm-Markt oder in einen Bioladen (*zack* da habe ich noch die Beantwortung einer weiteren Frage eingebaut ;)) und finde eine große Auswahl an Produkten. Allerdings muss ich auch die Naturprodukte auf Verträglichkeit testen. Wenn meine Haut reagiert, freuen sich Freunde oder Familienmitglieder über ein neues Pflegeprodukt und ich mache mein Deo oder Gesichtspuder doch wieder selbst.

Welche Milchalternative magst du am liebsten?

Mandelmilch (die kann man übrigens auch selbst herstellen)

Was ist dein liebstes faires/öko-Produkt?

OMG, was könnte das sein? Da gibt es unendlich viele aus den verschiedensten Bereichen: selbstgemachter WC-Reiniger, Shirts aus Holz oder MensCups – die Palette ist riesig. Allein zum Thema MensCup könnte ich vermutlich weitere zehn Fragen beantworten.

Was magst oder magst du nicht an Fairnica

Fairnica beschäftigt sich mit Themen und Menschen, die mich interessieren. Fairnica setzt Impulse, ohne den mahnenden Finger zu erheben, und bringt mich auf neue Ideen. (Danke an Mia von Atroksia: Ecosia kannte ich noch gar nicht und jetzt pflanze ich damit Bäume.)

Liebe Vera, vielen Dank für dein Interview. Ich hoffe das Thema Nachhaltigkeit wird zukünftig für viel mehr Menschen so alltäglich und normal wie für dich. Ich habe schon wieder so viele Anregungen bekommen und werd dich bei Zeiten mal nach den Rezepturen für deine selbstgemachten Produkte befragen 🙂

Welche Produkte macht ihr selber?

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