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6 Cent mehr für ein menschenwürdiges Leben

Nachdem ich die Doku „Gesichter der Armut“ gesehen habe, fühle ich mich wahnsinnig hilflos. 

Vieles war mir schon vorher klar. Dass der Preis eines Modestücks keinen Einblick auf die Arbeitsbedinungen zulässt, zum Beispiel. Das Interview in der Doku mit Kik war da wieder ganz klar. Die Näherinnen nähen für viele Marken, Teure und Discounter. Die Arbeitsbedingungen sind die selben. Und dass die Discounter, dadurch, dass sie immer in Verdacht stehen, sich mehr für gewisse Standards einsetzen, klingt sogar einleuchtend.  Was heißt das für uns? Lieber billig kaufen, weil sich die Marken dann wenigstens nicht auch noch daran bereichern? Die Näherinnen haben nichts davon, aber ein Boykott würde sicher helfen, denn es ist einfach eine Unverschämtheit, dass sich Unternehmen eine riesige Marge einheimsen und Menschen anderswo so dreckig behandeln. Alle zu boykottieren, die in Bangladesh oder China produzieren, scheint nicht der richtige Weg. Die Menschen dort brauchen die Jobs. Was mich wahnsinnig aufregt ist, dass es wirklich um wenige Cents geht, die die Lebensbedingungen so vieler Menschen verbessern könnten bzw. sogar ein menschenwürdiges Leben ermöglichen würden. 

Ich habe es mal kurz überschlagen. In der Doku war eine Frau zu sehen, die 7 Tage die Woche 13 Stunden pro Tag arbeitet. Ihr Stundenlohn beträgt 0,17€. In der Doku wurde ebenfalls erwähnt, dass der Lebenslohn, also der Lohn, mit dem man in Bangladesh „ausreichend gut“ leben kann, 133€ pro Monat beträgt. 

Würde man der Frau jetzt also einen Lebenslohn ermöglichen wollen, so müsste der Stundenlohn auf 0,34€ steigen. Sollte sie dazu nur 5 Tage pro Woche arbeiten müssen, wären 0,47€ nötig. Wenn man gleiche Arbeitsbedingungen wie hier, also 8 Stunden pro Tag, ermöglichen wollte, wären wir bei einem Stundenlohn von 0,78€, also 0,61€ mehr als ihr jetziges Gehalt. Wenn man annimmt, dass die Näherin es schafft 10 Teile pro Stunde zu nähen, wären es also 6 Cent mehr pro Kleidungsstück. Ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendein Konsument hier ein Teil liegen lässt, weil es 6 Cent mehr kostet. Also selbst wenn das Unternehmen die vollen Kosten an ihre Kunden weitergeben würden, würde ich keinen Effekt erwarten. Warum also müssen die Menschen dort in solchen Bedingungen leben? 

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Empfehlenswerte Dokus

Veganismus:
Gut, besser, vegan, ARTE: Eine Doku über Pros und Cons der veganen Ernährung.

Informativ

Plastik:

Plastik, der Fluch der Meere, ARTE: Eine Doku über die Verbreitung des Plastiks im Meer.

Erschreckend

 Mode:

Gesichter der Armut, ZDF: Eine Doku über das Leben der Fabrikarbeiter(innen).

Wahnsinnig traurig und aufrüttelnd. Bitte ansehen!

 

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Blogs und Seiten zum Liken

Da ihr ja jetzt alle ein aufgeräumtes Facebook-Profil habt, ist eure Timeline nun nur noch mit interessanten Inhalten gefüllt. Super, oder?

Damit es nicht zu langweilig wird, kommen hier ein paar Seiten, die ich weiterhin like. Für die, die nicht bei Facebook sind, füge ich auch die Links zur Webseite hinzu.

 

Blogs:

Organic Sunday ist ein Online Magazin über nachhaltige Produkte und eine faire Lebensweise. http://www.organicsunday.de/

Grossvartig ist ein Blog über Fair Fashion (auch faire Meanswear) und ich finde ihn großartig. http://www.grossvrtig.de

Grün ist das neue schwarz ist der Blog von Ellen Köhler über nachhaltige Mode. http://www.gruenistdasneueschwarz.de

Grüne Mode hält eine gute Auswahl an interessanten Artikeln bereit. http://www.gruenemode.de

Viertel Vor ist ein Magazin über Nachhaltigkeit. http://www.viertel-vor.com

Dariadaria ist der bekannteste Blog über Nachhaltigkeit und wahrscheinlich die bekannteste österreichische Bloggerin überhaupt. Maddie solltet ihr alle kennen. http://www.dariadaria.com

Loveco ist ein Laden in Berlin. Die Facebookseite ist aber sehr informativ und einen Online-Shop haben sie auch. https://loveco-shop.de

Fair Wear Foundation überprüft die Arbeitsbedingungen der Fabrikarbeiter der Mitgliedsmarken. http://www.fairwear.org

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Digital Detox: Einfach mal aussortieren

Ich folge bei Facebook so einigen Marken, die ich wirklich gerne mag, aber die leider weder Eco- noch Fair Fashion anbieten. Ich würde die Sachen zu gerne weiter kaufen, aber da ist ja nunmal mein guter Vorsatz, den ich auch gerne einhalten würde. Auch wenn ich mich nicht festlege ausschließlich fair zu kaufen, spüre ich täglich den Schmerz der Zerrissenheit beim durchscrollen meiner Timeline. Die Versuchung ist groß alles hinzuschmeißen und sich wie früher immer zu verhalten. Jetzt ist Schluss damit. Die Marken werden erstmal „entfreundet“. Meine Freundschaft können sie sich ganz leicht wieder verdienen, indem sie etwas für ihre Umweltbilanz tun. Also los, liebe Labels. Tut es für mich!


Anleitung fürs „Entfreunden“:

Das „Entfreunden“ hat sich gar nicht als so einfach herausgestellt. Hab ewig gesucht, bis ich mal eine Liste mit allen Seiten gefunden habe. In den Einstellungen findet man es nämlich nicht, sondern hier: 

  • Geh auf dein Faceboolprofil
  • Geh auf Info
  • Scrolle runter auf „Gefällt mir“-Angaben

Leider muss man jede einzelne Seite besuchen, um sie zu entliken. Eine schöne Feiertagsbeschäftigung. 

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Eco und Fair Fashion Label: ARMEDANGELS

Als ich vor etwa einem Jahr begonnen habe mich für Eco und Fair Fashion Mode Label zu interessieren, bin ich als erstes auf ARMEDANGELS gestoßen. Das Mode Label hat vor Kurzem sein 10jähriges Bestehen gefeiert. Unglaublich, was in der Zeit passiert sein muss. Ich finde es fast etwas schade, dass ich die Erfolgsstory erst seit einem Jahr mitverfolge. Ich habe bereits ein paar Teile von ARMEDANGELS erstanden, im Internet im label-eigenen Store bestellt und im Umkreis in Fair Fashion Stores gekauft. Wer mich öfter trifft, hat das ein oder andere Teil sicher schon an mir gesehen, denn sie sind meine Lieblingsteile geworden.

Hier kommt ihr zu ARMEDANGELS.

pinterest-logo-8561DDA2E1-seeklogo.com

Meine Lieblingsprodukte von ARMEDANGELS findet ihr auf meiner Pinterest Pinnwand.

 

Foto: ARMEDANGELS Instagram

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Fair Fashion Label: JAN `N JUNE

„Start a revolution“ ist auf dem Instagram Account von JAN `N JUNE, dem Fair Fashion Label aus Hamburg, zu lesen. Nach eigener Aussage verkauft das Label nachhaltige Mode, die erschwinglich ist. Die Teile kosten etwa so viel wie die Mode von Esprit und damit gebe ich Anna und Jula, den Gründerinnen, absolut recht. Es ist erschwinglich. Zu günstig darf Fair Fashion nicht sein, denn der Konsum von Mode sollte auf das beschränkt werden, was man wirklich braucht. #byebyefastfashion.

In zwei Teile der aktuellen Kollektion bin ich schwer verliebt. In den Trenchcoat und diesen wundervollen Pullover, den ich ständig tragen würde ohne mich je langweilig zu finden.

Hier kommt ihr zu JAN `N JUNE. 

Fotos: JAN `N JUNE Homepage und Instagram

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