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Brainblabla: Was darf man überhaupt noch?

Immer wieder passiert es mir, dass ich von anderen höre „Was darf man überhaupt noch kaufen?“ und ich kenne es selber von mir, dass ich mir diese Frage schon sehr oft gestellt habe. 

Was lassen die täglich neu bekanntwerdenden Skandale auch anderes zu? Bioeier sind nicht das, was sie versprechen, die Tierhaltung ist nicht mal bei Bioprodukten artgerecht und Kleidung aus recyceltem Plastik ist gar nicht mal so nachhaltig, wie wir dachten. Grade, wenn wir dachten durch unser Konsumverhalten etwas zu verändern und sich für Tiere oder Umwelt einzusetzen, ist es natürlich besonders bitter, wenn einen Nachrichten erreichen, die einen gar nicht gut dastehen lassen. Der ganze Aufwand scheint umsonst und ich kann den Drang nachvollziehen zur „Scheiß-egal“-Einstellung zurückzukehren. Man hat es schließlich versucht und es hat offensichtlich nichts gebracht. Das ganze Nachhaltigkeitsthema (was auch oft mit einem Gesundheitsthema übereingeht), scheint eine unüberwindbare Hürde zu sein. Dieser Punkt ist wahnsinnig frustrierend doch Resignation ist an dieser Stelle natürlich auch keine rationale Lösung. 

In letzter Zeit ist es bei mir selber tatsächlich weniger geworden, dass ich an dem Punkt war, da ich mich mehr mit den Problemen beschäftige und Alternativen suche. Ich habe das Stadium der Fustration überwunden und es in Aktionismus umgewandelt. Ich habe mich damit abgefunden, dass nicht alles perfekt ist, was ich mache und mir ist inzwischen klar, dass es bei jedem Thema wieder etwas geben wird, dass nicht optimal ist. Aber so entwicklen wir uns weiter. Wir starten etwas, machen Erfahrungen,  lernen dazu und passen unser Verhalten an. Ich lasse das Gefühl versagt zu haben nicht mehr zu, weil es mich in eine Sackgasse führt.  Sein Verhalten und auch seine Meinung anzupassen, ist wichtig und richtig. Die Themen sind so komplex, dass ich nicht alle Hintergründe zu 100% verstehen kann. Zumindest nicht sofort. Und die beste Recherche deckt keine zukünftigen Entwicklungen ab. Wir können schließlich nicht in die Zukunft sehen. 

Also wenn ihr das nächste Mal kurz vorm Verzweifeln steht, sagt euch, das was ich gemacht habe, war bis heute gut und ab morgen mache ich es eben besser. 

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Versuch Kleidung leihen: Myonbelle Box

Ich habe in der letzten Woche zwei Dienste gefunden, die Kleidungsboxen zum Leihen anbieten. Eine davon, Myonbelle, habe ich jetzt ausprobiert. Heute kam meine erste Box an. Ich war sehr überrascht wie klein der Karton ist, was ich aber sehr gut finde. Leider bietet Myonbelle keine Fair Fashion Mode an. Das finde ich sehr schade, aber immerhin wird die Kleidung von mehreren Personen getragen und hat hoffentlich eine lange Lebensdauer. Plastik finde ich in der Box gar nicht vor. Die Kleidung ist einfach zusammengelegt und in ein Papier gewickelt. 


Allerdings befinden sich hier, wie man es von Amazon kennt, ein paar Werbeflyer. Außerdem sind zwei Geschenke beigelegt. Ein Nagellack von p2 und eine Dose Baileys Iced Coffee Latte. Hört sich lecker an, oder? Die werde ich für die nächste Party aufheben. Wenn ich sie jetzt trinke, kann ich heute nämlich nicht einschlafen. 


Als Kleidungsstücke sind ein Jeansrock und ein Kleid in der Box. Den Jeansrock finde ich super. Ich wollte mir letztens einen kaufen, hab es aber nicht gemacht. Er sitzt auch echt gut. Ich hätte mir zwar selber einen etwas anderen ausgesucht, aber bin jetzt völlig zufrieden. 


Das Kleid ist ein knielanges, blaues mit kurzen Ärmeln und passt ebenfalls sehr gut. Ich kann mir schon vorstellen die beiden Teile häufig zu tragen. 


Als Accessoires sind zwei Armbänder dabei. Um ehrlich zu sein hätte ich lieber noch ein Kleidungsstück gehabt, aber die Armbänder sind sehr hübsch. Vielleicht trage ich dann ja doch mal welche. Nur schade finde ich, dass sich beide so ähnlich sind. 


Ich kann die Kleidungsstücke nun einen Monat behalten oder sie auch schon vorher zurückschicken und bekomme dann eine neue Box geschickt, solange ich im Abo bleibe. Das Abo kostet 49€ im Monat. Ich habe auch die Möglichkeit die Kleidung zu reduzierten Preisen zu kaufen. Für mich kommt das nicht in Frage, weil es kein Fair Fashion ist. Das Abo werde ich nach dem Testmonat auch eh kündigen, da ich auch noch die Box von der Kleiderei ausprobieren möchte. Diese hat dann wenigstens teilweise auch Fair Fashion dabei. 

Dass die Kleidungsstücke Second Hand sind, merkt man überhaupt nicht. Sie haben keine Gebrauchsspuren und riechen sehr gut. Vielleicht merkt man daran doch, dass es Second Hand ist. So Kleidung aus dem Laden riecht ja meist nicht so toll. Also hat es sogar einen Vorteil zum normalen shoppen. Und ich kann mich morgen direkt in die Kleidung schwingen, denn gewaschen ist sie ja. 

Wer also ständig neue Kleidung haben möchte ohne sie zu kaufen, und wer gerne Accessoires mag, dem sei diese Box empfohlen. Für meinen Fall finde ich sie jetzt recht teuer. Die Kleidungsstücke gefallen mir aber sehr gut, so dass ich diesen Test doch als Erfolg verbuche. 
Was haltet ihr von solchen Boxen? 

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Fair & Eco Fashion: Sanetta

Babymode in schön, fair und öko. Sanetta verwendet ausschließlich Bio-Baumwolle und steht für eine faire Produktion. Die Produktion findet hauptsächlich in Europa statt in eigenen Produktionsstätten. Dass es in Europa produziert wird, ist mir nicht wichtig. Viel wichtiger wäre mir, dass die Arbeitsbedingungen in fernen Ländern verbessert würden. Eigene Produktionsstätten sind ein riesen Plus, da man wirklich alle Bedingungen selber in der Hand hat. Ich wünschte mehr europäische Firmen würden eigene Produktionsstätten in Bangladesh und China eröffnen. 

Vier Merkmale bestimmen diese Marke von Kinderkleidung:  Natürlichkeit, Ehrlichkeit, Modernität und Qualität. Mir gefällt besonders, was sie unter Qualität verstehen. Körperverträglichkeit ist bei der sanften Babyhaut sehr wichtig, wobei ich ehrlich gesagt bei unserem Baby noch bei keiner Kleidung eine Hautreaktion festgestellt habe. Trotzdem fühle ich mich besser, wenn ich weiß, dass von vornherein keine Chemikalien in der Kleidung waren. Wer weiß wie oft sie gewaschen werden muss bis alle Rückstände verschwunden sind. Second Hand ist da natürlich immer die bessere Variante. Das Ökotex Standard 100 Siegel bestätigt die gesundheitliche Unbedenklichkeit aller Komponenten der Kleidung vom Garn bis zum Knopf. 

Für den besseren Komfort arbeitet Sanetta ohne Seitennähte. Das verhindert auch, dass sich die Kleidungsstücke bei der Wäsche verziehen. Und für die Sicherheit in der Sonne enthält die Oberbekleidung UV-Schutz. 

Sanetta bietet 2 Jahre Garantie. Wir haben tatsächlich einen Body, in dem bereits ein Loch ist. Ich weiß nicht, wo es hergekommen ist. Gefühlt war es schon beim ersten anziehen da. Ich werde also mal versuchen das Teil umzutauschen. Der Body wurde im Sanetta Outlet in Bad Münstereifel gekauft. Wahrscheinlich kann es da einfach mal vorkommen, dass sich kaputte Kleidung in die Ouletware schmuggelt. 

Hier könnt ihr Sanetta-Mode online bestellen. 

Habt ihr schon Erfahrungen mit Sanetta gemacht?

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Crowdfunding-Projekte, die ich unterstützt habe

Kickstarter und Startnext  sind Crowdfunding-Plattformen, auf denen kreative Projekte einer Community vorgestellt werden. Die Community kann dann die Projekte unterstützen, indem gespendet wird oder indem die ersten Produkte/Dienstleistungen bestellt werden. Die Produkte werden dann meist deutlich später ausgeliefert, da die Finanzierung ja erstmal dazu dient, das Projekt umsetzen zu können. Ich habe in letzter Zeit drei Projekte unterstützt, die ich euch kurz vorstellen möchte.

Khala sammelt Unterstützer für die erste Kollektion. Die Kleidungsstücke werden aus farbenfrohen Chitenje-Stoffen unter fairen Arbeitsbedingungen in Malawi hergestellt. Für Malawi bedeutet das, dass die Wirtschaft vor Ort gestärkt und Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Mitarbeiter werden fair bezahlt und krankenversichert.

Die erste Kollektion besteht aus T-Shirts, Shorts und Fliegen für Männer und T-Shirts, Rock, Bomberjacke und Haarbänder für Frauen. Die Bomberjacke hat es mir sofort angetan und ich musste zugreifen. Ihr könnt Khala noch weiter unterstützen. Klickt dazu hier.

Bomberjacke_Khala

 

Myrka Studios – Capsule Collection

Myrka Studios sammelt ebenfalls für die erste Kollektion, die fair, vegan und nachhaltig sein soll. Sie starten mit einem Sweatshirt und einem Kurzmantel für Männer und einem Pullover, einer Tasche, einer Bluse, einer Hose und einem Mantel für Frauen. Die Kollektion gefällt mir sehr gut, jedoch waren mir die Teile gerade etwas zu teuer. Daher habe ich einfach einen kleinen Betrag gespendet und zum Glück hat es gereicht und Myrka Studios haben ihr Ziel erreicht. Ihr könnt die Kleidungsstücke weiterhin kaufen und im August soll auch schon ausgeliefert werden. Wenn die Kollektion dann auf dem Markt ist, schlage ich bestimmt auch noch zu. Wenn ihr Myrka Studios auch noch unterstützen wollt, könnt ihr das hier tun.

MyrkaStudios

 

Female Future Force Academy by Edition F

Dieses Projekt ist etwas anders als die Vorgänger. Bei der Female Future Force Academy geht es um Weiterbildung im weitesten Sinne. Um persönliches Wachsen für Beruf und Privatleben. Dafür wird es ab September 52 Coachings mit 52 Experten geben. Ich bin schon total gespannt und freue mich riesig auf den Start. Weil ich das Projekt so toll finde, trage ich ständig mein Female Future Force T-Shirt, was tollerweise auch noch fair und nachhaltig ist. Wenn ihr auch noch teilnehmen wollt, könnt ihr euch hier informieren.

 

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6 Cent mehr für ein menschenwürdiges Leben

Nachdem ich die Doku „Gesichter der Armut“ gesehen habe, fühle ich mich wahnsinnig hilflos. 

Vieles war mir schon vorher klar. Dass der Preis eines Modestücks keinen Einblick auf die Arbeitsbedinungen zulässt, zum Beispiel. Das Interview in der Doku mit Kik war da wieder ganz klar. Die Näherinnen nähen für viele Marken, Teure und Discounter. Die Arbeitsbedingungen sind die selben. Und dass die Discounter, dadurch, dass sie immer in Verdacht stehen, sich mehr für gewisse Standards einsetzen, klingt sogar einleuchtend.  Was heißt das für uns? Lieber billig kaufen, weil sich die Marken dann wenigstens nicht auch noch daran bereichern? Die Näherinnen haben nichts davon, aber ein Boykott würde sicher helfen, denn es ist einfach eine Unverschämtheit, dass sich Unternehmen eine riesige Marge einheimsen und Menschen anderswo so dreckig behandeln. Alle zu boykottieren, die in Bangladesh oder China produzieren, scheint nicht der richtige Weg. Die Menschen dort brauchen die Jobs. Was mich wahnsinnig aufregt ist, dass es wirklich um wenige Cents geht, die die Lebensbedingungen so vieler Menschen verbessern könnten bzw. sogar ein menschenwürdiges Leben ermöglichen würden. 

Ich habe es mal kurz überschlagen. In der Doku war eine Frau zu sehen, die 7 Tage die Woche 13 Stunden pro Tag arbeitet. Ihr Stundenlohn beträgt 0,17€. In der Doku wurde ebenfalls erwähnt, dass der Lebenslohn, also der Lohn, mit dem man in Bangladesh „ausreichend gut“ leben kann, 133€ pro Monat beträgt. 

Würde man der Frau jetzt also einen Lebenslohn ermöglichen wollen, so müsste der Stundenlohn auf 0,34€ steigen. Sollte sie dazu nur 5 Tage pro Woche arbeiten müssen, wären 0,47€ nötig. Wenn man gleiche Arbeitsbedingungen wie hier, also 8 Stunden pro Tag, ermöglichen wollte, wären wir bei einem Stundenlohn von 0,78€, also 0,61€ mehr als ihr jetziges Gehalt. Wenn man annimmt, dass die Näherin es schafft 10 Teile pro Stunde zu nähen, wären es also 6 Cent mehr pro Kleidungsstück. Ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendein Konsument hier ein Teil liegen lässt, weil es 6 Cent mehr kostet. Also selbst wenn das Unternehmen die vollen Kosten an ihre Kunden weitergeben würden, würde ich keinen Effekt erwarten. Warum also müssen die Menschen dort in solchen Bedingungen leben? 

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Empfehlenswerte Dokus

Veganismus:
Gut, besser, vegan, ARTE: Eine Doku über Pros und Cons der veganen Ernährung.

Informativ

Plastik:

Plastik, der Fluch der Meere, ARTE: Eine Doku über die Verbreitung des Plastiks im Meer.

Erschreckend

 Mode:

Gesichter der Armut, ZDF: Eine Doku über das Leben der Fabrikarbeiter(innen).

Wahnsinnig traurig und aufrüttelnd. Bitte ansehen!

 

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Blogs und Seiten zum Liken

Da ihr ja jetzt alle ein aufgeräumtes Facebook-Profil habt, ist eure Timeline nun nur noch mit interessanten Inhalten gefüllt. Super, oder?

Damit es nicht zu langweilig wird, kommen hier ein paar Seiten, die ich weiterhin like. Für die, die nicht bei Facebook sind, füge ich auch die Links zur Webseite hinzu.

 

Blogs:

Organic Sunday ist ein Online Magazin über nachhaltige Produkte und eine faire Lebensweise. http://www.organicsunday.de/

Grossvartig ist ein Blog über Fair Fashion (auch faire Meanswear) und ich finde ihn großartig. http://www.grossvrtig.de

Grün ist das neue schwarz ist der Blog von Ellen Köhler über nachhaltige Mode. http://www.gruenistdasneueschwarz.de

Grüne Mode hält eine gute Auswahl an interessanten Artikeln bereit. http://www.gruenemode.de

Viertel Vor ist ein Magazin über Nachhaltigkeit. http://www.viertel-vor.com

Dariadaria ist der bekannteste Blog über Nachhaltigkeit und wahrscheinlich die bekannteste österreichische Bloggerin überhaupt. Maddie solltet ihr alle kennen. http://www.dariadaria.com

Loveco ist ein Laden in Berlin. Die Facebookseite ist aber sehr informativ und einen Online-Shop haben sie auch. https://loveco-shop.de

Fair Wear Foundation überprüft die Arbeitsbedingungen der Fabrikarbeiter der Mitgliedsmarken. http://www.fairwear.org

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Digital Detox: Einfach mal aussortieren

Ich folge bei Facebook so einigen Marken, die ich wirklich gerne mag, aber die leider weder Eco- noch Fair Fashion anbieten. Ich würde die Sachen zu gerne weiter kaufen, aber da ist ja nunmal mein guter Vorsatz, den ich auch gerne einhalten würde. Auch wenn ich mich nicht festlege ausschließlich fair zu kaufen, spüre ich täglich den Schmerz der Zerrissenheit beim durchscrollen meiner Timeline. Die Versuchung ist groß alles hinzuschmeißen und sich wie früher immer zu verhalten. Jetzt ist Schluss damit. Die Marken werden erstmal „entfreundet“. Meine Freundschaft können sie sich ganz leicht wieder verdienen, indem sie etwas für ihre Umweltbilanz tun. Also los, liebe Labels. Tut es für mich!


Anleitung fürs „Entfreunden“:

Das „Entfreunden“ hat sich gar nicht als so einfach herausgestellt. Hab ewig gesucht, bis ich mal eine Liste mit allen Seiten gefunden habe. In den Einstellungen findet man es nämlich nicht, sondern hier: 

  • Geh auf dein Faceboolprofil
  • Geh auf Info
  • Scrolle runter auf „Gefällt mir“-Angaben

Leider muss man jede einzelne Seite besuchen, um sie zu entliken. Eine schöne Feiertagsbeschäftigung.