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Fair Friends: Unsere Highlights

Am 10.09. waren wir auf der Fair Friends Messe in Dortmund. Ich hab mich schon lang drauf gefreut. Mal wieder neue Firmen kennenzulernen, inspirieren lassen, Ideen entdecken, usw.

Direkt vorm Eingang wurden wir von einem Lichtblick Berater in seiner Raucherpause angesprochen. Ich sag euch, der war Verkäufer aus Leidenschaft 🙂 Er hat uns den Tipp gegeben, dass wir sehr viel Geld und CO2 sparen können, wenn wir die Waschmaschine vom Strom nehmen (wenn sie nicht läuft versteht sich). Wir haben bereits hier darüber berichtet.

Als wir uns Mario entziehen konnten und endlich drin waren, meldete das Baby Hunger an. Also haben wir uns als erstes in ein „Café“ gesetzt und gefüttert und dabei Kaffee getrunken. Ich hab gar nicht drüber nachgedacht. Es gab fairen Kaffee und auch Milchalternativen, so dass wir alle glücklich waren. Und dann gibt die Bedienung mir tatsächlich Papp-Plastik-Becher über die Theke. Das hat mich schon gestört. Seit Ewigkeiten trinke ich keinen Kaffee mehr unterwegs, um eben keinen Müll zu produzieren und dann das auf der Fair Friends. Da hätte ich irgendwie mehr erwartet. Na gut, das Kind war in den Brunnen gefallen. Geschmeckt hat der Kaffee immerhin.

Am Tisch hatten wir direkt die nächste nette Begegnung, die unsere Tochter bespaßt hat. Ich muss wirklich sagen. Wir haben nur offene, freundliche Menschen getroffen. Ich war auch für unser neues Projekt (uh, streng geheim) unterwegs und alle haben mir geduldig zugehört und waren sofort dabei. Mein Eindruck ist, dass in der Branche wirklich Menschen arbeiten, die wirklich was bewegen wollen und sich darüber freuen, wenn andere auch etwas in die Hand nehmen. Das fand ich echt schön zu sehen und hat mich total motiviert weiterzumachen. Wir werden sehen, ob es dann auch tatsächlich noch so ist, wenn es an die Umsetzung geht.

Ich hatte mir erhofft auch einige Tipps zu bekommen, wie ich zu Hause mehr Upcycling betreiben kann, doch das war leider nicht vertreten. Upcycling gab es jede Menge, auch sehr schöne Produkte, aber viele Dinge sprechen mich persönlich nicht so an, weil ich das Gefühl hab, dass ich mir den nächsten „Müll“ anschaffe. Ich brauche nicht noch eine neue Handtasche, auch wenn sie aus Abfallprodukten hergestellt wurde. Aber für diejenigen, die eine neue Tasche brauchen, ist die Anschaffung einer Tasche aus Upcycling natürlich sinnvoller als eine andere. Ich versuche jedenfalls im Moment weniger zu konsumieren und daher haben mich die Konzepte nicht so angesprochen.

Hier eine Auswahl an Upcycling Produkten von der Messe:

Luna Viva: Einfarbige und bunte Taschen aus Dosen-Verschlüssen

Lederleicht: Sehr schöner Schmuck aus Lederresten

Eco-Shoes: Man kann z.B. seine Chucks einschicken und sie bekommen ein neues Kleid. Allerdings ist der Weg über Ghana etwas kompliziert.

Off Track Accessories: Sehr elegante Taschen aus alten Reifen von Autos, LKWs, Fahr- und Motorrädern.

Außerdem haben wir uns bei der GLS Bank über das Girokonto informiert. Wir denken wirklich darüber nach zu wechseln. Auch wenn der Wechsel ja erstmal furchtbar nervig ist. Mal sehen, ob das das nächste Projekt wird.

Mit Mami Poppins haben wir uns sehr gut unterhalten. Mami Poppins vermieten Kinderwagen. Ich find das sehr praktisch, denn unser Kofferraum ist mit dem Kinderwagen schon ziemlich voll und wenn man mal länger in den Urlaub fahren wollte, würde das schon sehr eng. Einen Kinderwagen vor Ort zu mieten ist also gar nicht schlecht. Außerdem kann man so auch andere Modelle testen. Es gibt auch extra kleine Kinderwagen für Flugreisen, Koffer mit Kindersitz, Schultertragen und wandelbare Autositze. Wir werden das Angebot bestimmt mal in Anspruch nehmen.

Corkando hat wunderschöne Kork-Teppiche ausgestellt. Ich kann es kaum erwarten unsere nächste Wohnung einzurichten.

Sarana hat sehr schöne Schalen ausgestellt. Leider ist unsere Wohnung etwas vollgestopft, sodass Demo nie wirklich wirken kann. Also auch hiermit warten wir auf die nächste Wohnung.

Der Besuch hat sich für uns wirklich gelohnt. Es war ein schöner Vormittag mit vielen tollen Ideen in sehr netter Atmosphäre. Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder dabei.

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Brainblabla: Was darf man überhaupt noch?

Immer wieder passiert es mir, dass ich von anderen höre „Was darf man überhaupt noch kaufen?“ und ich kenne es selber von mir, dass ich mir diese Frage schon sehr oft gestellt habe. 

Was lassen die täglich neu bekanntwerdenden Skandale auch anderes zu? Bioeier sind nicht das, was sie versprechen, die Tierhaltung ist nicht mal bei Bioprodukten artgerecht und Kleidung aus recyceltem Plastik ist gar nicht mal so nachhaltig, wie wir dachten. Grade, wenn wir dachten durch unser Konsumverhalten etwas zu verändern und sich für Tiere oder Umwelt einzusetzen, ist es natürlich besonders bitter, wenn einen Nachrichten erreichen, die einen gar nicht gut dastehen lassen. Der ganze Aufwand scheint umsonst und ich kann den Drang nachvollziehen zur „Scheiß-egal“-Einstellung zurückzukehren. Man hat es schließlich versucht und es hat offensichtlich nichts gebracht. Das ganze Nachhaltigkeitsthema (was auch oft mit einem Gesundheitsthema übereingeht), scheint eine unüberwindbare Hürde zu sein. Dieser Punkt ist wahnsinnig frustrierend doch Resignation ist an dieser Stelle natürlich auch keine rationale Lösung. 

In letzter Zeit ist es bei mir selber tatsächlich weniger geworden, dass ich an dem Punkt war, da ich mich mehr mit den Problemen beschäftige und Alternativen suche. Ich habe das Stadium der Fustration überwunden und es in Aktionismus umgewandelt. Ich habe mich damit abgefunden, dass nicht alles perfekt ist, was ich mache und mir ist inzwischen klar, dass es bei jedem Thema wieder etwas geben wird, dass nicht optimal ist. Aber so entwicklen wir uns weiter. Wir starten etwas, machen Erfahrungen,  lernen dazu und passen unser Verhalten an. Ich lasse das Gefühl versagt zu haben nicht mehr zu, weil es mich in eine Sackgasse führt.  Sein Verhalten und auch seine Meinung anzupassen, ist wichtig und richtig. Die Themen sind so komplex, dass ich nicht alle Hintergründe zu 100% verstehen kann. Zumindest nicht sofort. Und die beste Recherche deckt keine zukünftigen Entwicklungen ab. Wir können schließlich nicht in die Zukunft sehen. 

Also wenn ihr das nächste Mal kurz vorm Verzweifeln steht, sagt euch, das was ich gemacht habe, war bis heute gut und ab morgen mache ich es eben besser. 

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Fair Fashion Label Hessnatur

Hessnatur gibt es seit 1976 und diese lang zurückliegende Geschichte hebt es von anderen Fair und Eco Fashion Labels deutlich ab, die meist erst in den letzten 10 Jahren gegründet wurden.

Aus der Not heraus, dass es keine Ökomode für ihr Baby gab, gründeten Heinz und Dorothea Hess einen Versand für naturgemäße Waren. Im eigenen Haus im Keller wurde mit den Freunden gepackt und frankiert. Eine schöne Geschichte, die heute zum Glück noch weitergeht, nur leider nicht mehr als Familiengeschichte, denn seit 1999 gehört hessnatur zur Neckermann AG. Trotzdem engagiert sich hessnatur sehr stark im Bio-Baumwollanbau und hat Projekte im Segenal, in Peru und der Türkei gestartet. Leinen wird sogar lokal in Hessen angebaut und ca 1,5 Jahre später in den Kollektionen verarbeitet.

Inzwischen gibt es Läden in Butzbach, Hamburg, Frankfurt, Berlin, Düsseldorf und München. Und natürlich gibt es auch einen Webshop. Diesen findet ihr hier. Das Sortiment geht von Damen- und Herrenmode über Baby- und Kindermode bis zu Einrichtungstextilien.

Ich bin auf der Suche nach einem Hochzeitsgastkleid bei Hessnatur fündig geworden und konnte es natürlich nicht dabei belassen. Eine Bluse musste noch mit in den Warenkorb. Mit beiden Teilen bin ich super glücklich. Das Kleid wird natürlich erst auf der Hochzeit getragen, aber die Bluse habe ich schon häufiger ausgeführt und „Ah’s“ und „Oh’s“ kassiert 🙂

Habt ihr schon Erfahrungen mit hessnatur gemacht?

 

Bilder Copyright: Hessnatur

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Ich bin genervt vom Fair Fashion Kauferlebnis

Ich bin grad echt genervt. Ich möchte gerne Fair Fashion kaufen und finde auch sehr viele schöne Produkte. Zum Glück kann ich es mir auch noch leisten. Sollte also kein Problem sein „umzusteigen“, dachte ich mir in meiner Naivität. Aber meine bisherigen Erfahrungen lassen mich aus Trotz wieder wunderschönen Leder-Plastik-Schrott bei Zalando & Co bestellen. Wir waren am Wochenende auf einer Hochzeit eingeladen (btw Sarah: Es war perfekt) und da mir nach der Schwangerschaft leider einige Schuhe nicht mehr passen,  wollte ich mir für mein langes blaues Kleid neue Schuhe gönnen. Lange habe ich gesucht und hab mich letztendlich für einen Schuh von Matt&Nat entschieden. Ich überlege jetzt wirklich sehr viel genauer, was es sein soll und bin gar nicht mehr entscheidungsfreudig. Ich habe also auf der Matt&Nat Seite  den Schuh bestellt und etwa eine Woche später, kam er an. Ich hab mich total gefreut, aber dann leider feststellen müssen, dass er nicht passt. Über die Retourenbedingungen habe ich mir beim Bestellen natürlich keine Gedanken gemacht. Ist doch normal, man bestellt, probiert und schickt zurück, wenn es nicht passt. Leider offensichtlich nicht so leicht. Bei Matt&Nat muss man eine E-mail schreiben und was dann der nächste Schritt wäre, kann ich nicht sagen, weil ich bisher keine Antwort bekommen habe. Der Schuh ist natürlich schon bezahlt. Soviel konnte ich herausfinden, der Rückversand geht auf mich. Ich weiß, dass das rechtens ist, ich finde es aber trotzdem kundenunfreundlich. Ist ja nicht so, dass ich einfach in einen Laden hätte spazieren können, um die Schuhe zu kaufen oder mir 5 Paar in verschiedenen Größen zum Anprobieren bestellt habe. Bei den Retourenbedingungen steht, man soll sich beim Schuhkauf vorher bei ihnen melden, um die genauen Größen zu erfahren. Ernsthaft? Komplizierter kann man es Kunden echt nicht machen. 

Ein anderes Mal wollte ich ein paar Teile im Avocadostore bestellen. Als ich mich endlich entschieden hatte und auf „Kaufen“ klickte, wurden mir die unterschiedlichen Lieferbedingungen der einzelnen Hersteller angezeigt. Porto pro Stück, unterschiedliche Lieferzeiten, etc. Naja, ich hab das Fenster geschlossen und einfach nichts gekauft. So nachvollziehbar es ist, es gefällt mir nicht. Es ist nicht kundenfreundlich . So macht mir Online-Shoppen keinen Spaß. Da ist echt noch viel zu tun!
Mein Appell an Fair Fashion Label: Zalando & Co mögen nicht viel mit Nachhaltigkeit zu tun haben, aber das Kauferlebnis ist gut und wenn ihr potenzielle Kunden nicht aufgrund von Rahmenbedingungen, die nichts mit der Qualität eurer Produkte zu tun haben, verlieren wollt, dann macht dort mit, bis es eine gute andere Alternative gibt. Es ist echt zu schade um eure tolle Arbeit und eure tollen Produkte. 
Was sind eure Erfahrungen beim Fair Fashion Kauf?

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Fair Fashion Label: TOMS

Die Marke Toms begeistert mich total. Jeder Kauf eines TOMS-Produkts löst „eine gute Tat“ der Firma aus. 

One for one

One for one, so heißt das Prinzip, das sie verfolgen. 

Kaufst du ein paar Schuhe, so bekommt ein Kind ein paar Schuhe. 

Kaufst du eine Brille, wird einem Menschen das Augenlicht zurückgeschenkt. TOMS zahlt dafür eine Operation, Medikamente oder Sehhilfen. 

Kaufst du Kaffee, werden Wassersysteme in 7 verschiedenen Ländern eingerichtet, so dass die Menschen, in denen der Kaffee hergestellt wird, Zugang zu Trinkwasser bekommen. 

Kaufst du eine Tasche, so setzt sich TOMS für eine sichere Geburt ein, z.B. indem Hebammen ausgebildet werden. 

TOMS arbeitet dazu mit über 100 Giving-Partnern zusammen. Mehr Informationen dazu, bekommt ihr auf der Webseite von TOMS
Alleine, weil ich die Projekte toll finde, würde ich TOMS gerne unterstützen. Die Produkte, die sie anbieten sind aber oben drauf auch noch super schön, qualitativ hochwertig und trotzdem bezahlbar. Die Schuhe sind zudem auch noch bequem. 

Also los gehts: Schlagt zu! 

TOMS findet ihr in meinen Pinterest Listen Lieblingsschuhe und Lieblingsbrillen