Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Tommy’s #10×30 Challenge: Woche 1 – Ist schon was passiert?

Die erste Woche meiner Challenge geht zu Ende und tatsächlich habe ich mich dabei erwischt, mir die Frage zu stellen: „Ist schon was passiert?

So richtig merke ich noch keine Veränderung, was vermutlich mit mehreren Faktoren zusammen hängt. Als Vater von zwei kleinen Kindern braucht man, um mehrere Tage hintereinander mit den gleichen Kleidungsstücken durchzukommen, vor allem eins: Glück! Die Kids haben mich in dieser Woche mit größeren Katastrophen verschont und so musste ich keine panischen Waschaktionen starten, um am nächsten Tag noch was zum Anziehen zu haben. Außerdem bin ich im Job ohnehin auf die Kombination Jeans bzw. Chino und Hemd festgelegt (ich erwähnte das ja schon in meinem ersten Artikel) und lebe den Kapsel-Gedanken daher vermutlich, zumindest auf eine Woche runtergebrochen, schon länger – ohne es wirklich zu merken. Meiner Vermutung nach wird sich vor allem in den nächsten Wochen zeigen, wie sich das System dauerhaft bewährt.

Mein Umfeld hat auch noch keine wirkliche Reaktion gezeigt. Ein paar ganz unterhaltsame sarkastische Kommentare („Durch deine Socken hast du ja schon zwei Teile weg!!!“ oder „Hey!!! Du hast ja eine Regenjacke an!!!„) hat es zwar gegeben, aber ernsthaft hat wohl noch niemand bemerkt, dass ich momentan mitten in einer Challenge stecke. Ich bin schon ein wenig gespannt, ob sich auch das im Laufe der Zeit ändern wird.

Hier kommen meine Outfits von dieser Woche.

Nächste Woche melde ich mich wieder und wünsche euch allen eine gute Zeit.

Euer Tommy

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Bali’s #10x30challenge: Das Fazit

Ich denke es ergeht vielen so, wenn ich sage, schon wieder ein Monat um?

Der Monat verging wie im Fluge. Zwischendurch hätte ich gern doch mal was anderes angezogen. Da musste ich mich tatsächlich zügeln. Ich genieße es sehr mich morgens nach Lust und Laune zu kleiden. Ich dachte ich müsste während der Challenge hierauf verzichten, aber so war es ja gar nicht. Ich hatte ja die Auswahl zwischen den 10 Teilen. Der Unterschied war, dass ich wesentlich fokussierter war.

Aber: Ich konnte mich schnell entscheiden und die Sachen waren äußerst bequem.

Ein anderer Punkt war das Wetter. Die ersten Wochen waren so heiß und dann wieder um die 10-15 Grad kühler. Da haben dann doch mal ein Kleid mehr oder ein Pulli gefehlt.

Auch hier – es gibt Lösungen. Wenn man wenig hat, wird man auch kreativer.

Bluse als Strickjacke oder doch mal diese Hose etwas höher krempeln oder das Kleid einfach nochmal anziehen 😁

Mir fiel auf, dass ich tatsächlich in den vergangenen Monat meine Kleidung oft wechselte, selten Dinge einfach mal etwas öfter trug. Insbesondere Basics lassen das aber gut zu. Weniger Wäsche, weniger bügeln , weniger Aufwand.

Ich kann es euch nur empfehlen.

1. Stell deinen Schrank auf den Kopf und schau zuerst welche Kombinationsmöglichkeiten sich aus den bereits vorhandenen Kleidungsstücken ergeben.

2. Basics sind ein MUST: weißes /schwarzes T-shirt, blaue/schwarze Jeans. Hieraus ergeben sich zusammen mit Jacken, Schuhen, Accessoires tolle Outfits.

Also ihr lieben, für mich war es ein toller Monat. Probiert es mal selbst aus 😉

Hier kommen jetzt natürlich nochmal alle Outfits zusammengefasst:

 

Wer nochmal die 10 Teile sehen möchte und meine Erfahrungen der letzten 4 Wochen lesen möchte, findet hier die dazugehörigen Blogbeiträge:

Bali‘s #10x30challenge: Die 10 Teile und die ersten Outfits

Bali‘s #10x30challenge: Woche 2 – Es läuft

Bali’s #10x30challenge: Woche 3 – im Alltag angekommen

 

Eure Bali

Veröffentlicht am 1 Kommentar

Bali‘s #10x30challenge: Woche 2 – Es läuft

So langsam gewöhne ich mich daran . Morgens bin ich entspannter und starte den Tag also recht gemütlich.

Ich bin erstaunt wie gut man die Sachen kombinieren kann und dass mein bestehender Kleiderschrank soviel her gibt. Hinzu kommt – ich hab nicht mehr viel Bügelwäsche 😁💚

Aufgrund der heißen letzten Woche, nutzte ich dann doch öfter mal das Kurzzeit-Programm der Waschmaschine 👍🏽

Hier folgen nun meine Outfits:

Bis nächste Woche.

Eure Bali

Veröffentlicht am 1 Kommentar

Die #10x30challenge

Da wir im Moment alle Zeit für unser Pilotprojekt brauchen und die Shootings der Kapseln doch sehr zeitintensiv sind, haben wir uns für den Juli etwas neues überlegt.

Ich werde euch zeigen, wie ich aus meinen Klamotten eine Kapsel zusammenstelle. Ich möchte 30 Tage lang mit 10 Kleidungsstücken auskommen. Auf Instagram gibt es seit einiger Zeit die 10×10 Challenge. 10 Teile – 10 Tage. In Anlehnung daran starte ich also die 10×30 Challenge. 10 Teile – 30 Tage.

Unterwäsche, Socken, Jacken, Accessoires und Schuhe gehören nicht zu den 10 Teilen.

Dazu gehören: Hosen, Röcke, Kleider, Shirts, Pullover, Strickjacken, Blusen, Blazer,…

In meinem Beitrag „Wie erstelle ich eine Kapsel“ könnt ihr nachlesen, wie ich vorgehe und euch selber eine Kapsel zusammenstellen.

Ich freue mich darauf morgens keine Zeit mehr fürs Auswählen der Kleidung zu verschwenden. Und ich bin gespannt, ob ich überhaupt das Bedürfnis haben werde, etwas anderes anzuziehen.

Wer ist mit dabei?

Lasst uns alle Outfits mit dem Hashtag #10x30challenge kennzeichnen, damit wir uns in Social Media wiederfinden. Ich bin schon total gespannt auf eure Kapseln.

Eure Nicola

Veröffentlicht am 1 Kommentar

Streifenlook für Sie und Ihn

In unseren aktuellen Kapseln Marlene und Johan zeigen wir einige Streifenoutfits. Ich steh total auf Streifen. Eigentlich aber erst so richtig, seitdem ich in der Schwangerschaft ständig Streifenshirts an hatte 🙂 Das kennt vielleicht die ein oder andere. Schwangerenshirts haben irgendwie immer Streifen. Ich dachte erst, weil es der einzige Zeitraum ist, in der man sich (zumindest anfangs) gerne optisch breiter macht. Aber jetzt habe ich mich wirklich in Streifen verliebt. Irgendwie ist es maritim und das gefällt mir. Also habe ich meine neugewonnene Leidenschaft gleich in den Kapseln verarbeitet. Ich finde es steht beiden Kapseln ganz besonders gut. Was meint ihr?

Und das meinte ich mit Schwangeren-Streifen-Shirts 🙂

Bild: Jakob Terlau (Stylephotos.de)

Streifen Yay oder Nay???

Eure Nicola

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Fairnica in der WAZ

Letzten Freitag besuchte mich die WAZ zu Hause. Bei einem kleinen Plausch in der Küche, haben wir uns über unsere Geschäftsidee, was wir bisher erreicht haben und was wir in Zukunft vor haben, unterhalten. Mir saß ein sehr interessierter Redakteur gegenüber und der Fotograf konnte schon mit eigener Erfahrungen im Fair Fashion Bereich punkten. Mir begegnen immer mehr Menschen, die sich bereits damit befasst haben, was mich enorm freut.

Als der Artikel dann Samstag erschien, habe ich so viel positives Feedback bekommen. Mich freut es, dass die Idee in meiner Heimatstadt so gut ankommt. Herne ist nicht grade für sein Trendbewusstsein bekannt und vielleicht auch nicht unbedingt für seine offene, neugierige Art. Umso mehr freut es mich und macht Mut, dass es deutschlandweit erst Recht gut ankommt.

Auch wenn der Artikel und auch die Preise beim Senkrechtstarter (hier gibt es einen Artikel dazu) einen immer größeren Druck auf uns ausüben, wir arbeiten weiter so gut es sich mit unserem Alltag vereinbaren lässt, an unserem Pilotprojekt und hoffen, dass wir im Oktober die erste Kapsel zum Verleih anbieten können.

Hier finden WAZ-Abonnenten den Artikel online.

Und so sah es in der Zeitung aus:

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Fairnica wird 1

Schon ist ein Jahr um. In dem Jahr habe ich sehr viel gelernt und einiges erlebt, an das ich vor einem Jahr nie gedacht hätte.

Für die, die uns erst seit Dezember folgen, Fairnica ist als Blog für Nachhaltigkeit gestartet. Fair Fashion war zwar immer Teil davon, aber nicht alleiniges Thema. In den ersten Monaten habe ich mich generell damit beschäftigt, wie man seinen Alltag nachhaltiger gestalten kann. Von Strom sparen, über Mülltrennung eben bis zu Fair Fashion. Einen großen Teil haben auch die Interviews aus der Reihe 10aus50 eingenommen. Für mich immernoch ein Highlight, denn die beste Inspiration für mich, sind die Leute um mich herum. Teilweise wusste ich gar nicht, wer sich alles mit dem Thema beschäftigt – schon viel länger als ich. Wer die „alten“ Beiträge lesen möchte und weiterhin an Artikeln rund ums Thema Nachhaltigkeit interessiert ist, der sollte meinem privaten Blog eingreenesleben folgen. Da hier aber im Moment bei dem neuen Fairnica so viel los ist, kommen leider nicht mehr so häufig neue Artikel, aber das wird sich bestimmt auch mal wieder ändern. Ich hab zumindest weiterhin Lust über mehr Themen als nur Fair Fashion zu schreiben. Besonders, da wir ja grade ein Haus renovieren und ich dabei so gut es geht auf Nachhaltigkeit achte. Und der neue Garten lädt auch zu neuen Themen ein.

Seit Dezember 2017 dreht sich hier alles um Fair Fashion und das ist ein besonders schönes Thema, wie ich finde. Vor allem, weil man im Bereich Textilien sehr viel verbessern muss im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Daher geht es uns nicht nur darum faire Mode zu konsumieren, sondern auch um ein nachhaltiges Business Modell. Wir verbinden Capsule Wardrobe mit Fair Fashion mit Sharing Economy und Second Hand.

Um neue Labels kennenzulernen und beim Bloggertreffen dabei zu sein, war ich im Januar auf der Fashion Week in Berlin (Artikel hier) und der Innatex (Artikel hier). Beides waren tolle Veranstaltungen mit faszinierenden Begegnungen. Einige Labels zeigten direkt Interesse für unser Verleih-Konzept. In den nächsten Wochen wollen wir an einem Pilotprojekt arbeiten und werden dann sehen, wer uns dabei unterstützen möchte.

Im Hintergrund lief der Gründerwettbewerb Senkrechtstarter und letzte Woche wurden wir mit dem 4. Platz und dem Sonderpreis für Nachhaltigkeit ausgezeichnet (hier der Beitrag).

Wahnsinn, was in einem Jahr alles passieren kann, wenn man einfach mal loslegt.

Ich bin schon so auf das nächste Jahr gespannt, denn das wird sicher genauso viele neue Entwicklungen mit sich bringen.

Ich freue mich, wenn ihr weiter dabei seid und danke euch für eure Unterstützung und Treue.

Eure Nicola

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Fair Friends: Unsere Highlights

Am 10.09. waren wir auf der Fair Friends Messe in Dortmund. Ich hab mich schon lang drauf gefreut. Mal wieder neue Firmen kennenzulernen, inspirieren lassen, Ideen entdecken, usw.

Direkt vorm Eingang wurden wir von einem Lichtblick Berater in seiner Raucherpause angesprochen. Ich sag euch, der war Verkäufer aus Leidenschaft 🙂 Er hat uns den Tipp gegeben, dass wir sehr viel Geld und CO2 sparen können, wenn wir die Waschmaschine vom Strom nehmen (wenn sie nicht läuft versteht sich). Wir haben bereits hier darüber berichtet.

Als wir uns Mario entziehen konnten und endlich drin waren, meldete das Baby Hunger an. Also haben wir uns als erstes in ein „Café“ gesetzt und gefüttert und dabei Kaffee getrunken. Ich hab gar nicht drüber nachgedacht. Es gab fairen Kaffee und auch Milchalternativen, so dass wir alle glücklich waren. Und dann gibt die Bedienung mir tatsächlich Papp-Plastik-Becher über die Theke. Das hat mich schon gestört. Seit Ewigkeiten trinke ich keinen Kaffee mehr unterwegs, um eben keinen Müll zu produzieren und dann das auf der Fair Friends. Da hätte ich irgendwie mehr erwartet. Na gut, das Kind war in den Brunnen gefallen. Geschmeckt hat der Kaffee immerhin.

Am Tisch hatten wir direkt die nächste nette Begegnung, die unsere Tochter bespaßt hat. Ich muss wirklich sagen. Wir haben nur offene, freundliche Menschen getroffen. Ich war auch für unser neues Projekt (uh, streng geheim) unterwegs und alle haben mir geduldig zugehört und waren sofort dabei. Mein Eindruck ist, dass in der Branche wirklich Menschen arbeiten, die wirklich was bewegen wollen und sich darüber freuen, wenn andere auch etwas in die Hand nehmen. Das fand ich echt schön zu sehen und hat mich total motiviert weiterzumachen. Wir werden sehen, ob es dann auch tatsächlich noch so ist, wenn es an die Umsetzung geht.

Ich hatte mir erhofft auch einige Tipps zu bekommen, wie ich zu Hause mehr Upcycling betreiben kann, doch das war leider nicht vertreten. Upcycling gab es jede Menge, auch sehr schöne Produkte, aber viele Dinge sprechen mich persönlich nicht so an, weil ich das Gefühl hab, dass ich mir den nächsten „Müll“ anschaffe. Ich brauche nicht noch eine neue Handtasche, auch wenn sie aus Abfallprodukten hergestellt wurde. Aber für diejenigen, die eine neue Tasche brauchen, ist die Anschaffung einer Tasche aus Upcycling natürlich sinnvoller als eine andere. Ich versuche jedenfalls im Moment weniger zu konsumieren und daher haben mich die Konzepte nicht so angesprochen.

Hier eine Auswahl an Upcycling Produkten von der Messe:

Luna Viva: Einfarbige und bunte Taschen aus Dosen-Verschlüssen

Lederleicht: Sehr schöner Schmuck aus Lederresten

Eco-Shoes: Man kann z.B. seine Chucks einschicken und sie bekommen ein neues Kleid. Allerdings ist der Weg über Ghana etwas kompliziert.

Off Track Accessories: Sehr elegante Taschen aus alten Reifen von Autos, LKWs, Fahr- und Motorrädern.

Außerdem haben wir uns bei der GLS Bank über das Girokonto informiert. Wir denken wirklich darüber nach zu wechseln. Auch wenn der Wechsel ja erstmal furchtbar nervig ist. Mal sehen, ob das das nächste Projekt wird.

Mit Mami Poppins haben wir uns sehr gut unterhalten. Mami Poppins vermieten Kinderwagen. Ich find das sehr praktisch, denn unser Kofferraum ist mit dem Kinderwagen schon ziemlich voll und wenn man mal länger in den Urlaub fahren wollte, würde das schon sehr eng. Einen Kinderwagen vor Ort zu mieten ist also gar nicht schlecht. Außerdem kann man so auch andere Modelle testen. Es gibt auch extra kleine Kinderwagen für Flugreisen, Koffer mit Kindersitz, Schultertragen und wandelbare Autositze. Wir werden das Angebot bestimmt mal in Anspruch nehmen.

Corkando hat wunderschöne Kork-Teppiche ausgestellt. Ich kann es kaum erwarten unsere nächste Wohnung einzurichten.

Sarana hat sehr schöne Schalen ausgestellt. Leider ist unsere Wohnung etwas vollgestopft, sodass Demo nie wirklich wirken kann. Also auch hiermit warten wir auf die nächste Wohnung.

Der Besuch hat sich für uns wirklich gelohnt. Es war ein schöner Vormittag mit vielen tollen Ideen in sehr netter Atmosphäre. Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder dabei.

Veröffentlicht am 3 Kommentare

Fair Fashion Label: erlich

erlich ist ein junges Wäsche-Label aus Köln. Sie ermöglichen es uns nicht nur Oberbekleidung, sondern auch Unterwäsche, die fair produziert wurde, zu tragen. Mir gefällt die Wäsche sehr gut. Vor allem der Body Marlene und die neue Spitzenkollektion haben es mir angetan. 


Copyright: Erlich textil

Die Preise sind mit unter 30€ für einen BH und unter 20€ für einen Slip, sehr moderat. Erlich Textil kooperiert bei der Herstellung mit einer GOTS, BSCI und ÖkoTex 100 zertifizierten, familiengeführten Textilmanufaktur  auf der schwäbischen Alb. Produziert wird in Deutschland und Rumänien. Erlich verzichtet auf Einzelhändler und Fremdvertrieb und hält so einige Parteien heraus, die gerne mitverdienen würden. Der Kauf erfolgt im eigenen Webshop und die Wäsche wird direkt aus der Produktionsstätte an die Kunden verschickt. So werden nicht nur Kosten gespart, sondern auch unnötige Transportwege. 

Auch Männer können sich freuen, denn sie können dank friedrich, karl und gustav 🙂 auch die faire erlich Unterwäsche genießen. 

Hier geht es zum erlich Shop für Männer und Frauen
Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit Produkten von erlich gemacht? 

Veröffentlicht am 2 Kommentare

Brainblabla: Was darf man überhaupt noch?

Immer wieder passiert es mir, dass ich von anderen höre „Was darf man überhaupt noch kaufen?“ und ich kenne es selber von mir, dass ich mir diese Frage schon sehr oft gestellt habe. 

Was lassen die täglich neu bekanntwerdenden Skandale auch anderes zu? Bioeier sind nicht das, was sie versprechen, die Tierhaltung ist nicht mal bei Bioprodukten artgerecht und Kleidung aus recyceltem Plastik ist gar nicht mal so nachhaltig, wie wir dachten. Grade, wenn wir dachten durch unser Konsumverhalten etwas zu verändern und sich für Tiere oder Umwelt einzusetzen, ist es natürlich besonders bitter, wenn einen Nachrichten erreichen, die einen gar nicht gut dastehen lassen. Der ganze Aufwand scheint umsonst und ich kann den Drang nachvollziehen zur „Scheiß-egal“-Einstellung zurückzukehren. Man hat es schließlich versucht und es hat offensichtlich nichts gebracht. Das ganze Nachhaltigkeitsthema (was auch oft mit einem Gesundheitsthema übereingeht), scheint eine unüberwindbare Hürde zu sein. Dieser Punkt ist wahnsinnig frustrierend doch Resignation ist an dieser Stelle natürlich auch keine rationale Lösung. 

In letzter Zeit ist es bei mir selber tatsächlich weniger geworden, dass ich an dem Punkt war, da ich mich mehr mit den Problemen beschäftige und Alternativen suche. Ich habe das Stadium der Fustration überwunden und es in Aktionismus umgewandelt. Ich habe mich damit abgefunden, dass nicht alles perfekt ist, was ich mache und mir ist inzwischen klar, dass es bei jedem Thema wieder etwas geben wird, dass nicht optimal ist. Aber so entwicklen wir uns weiter. Wir starten etwas, machen Erfahrungen,  lernen dazu und passen unser Verhalten an. Ich lasse das Gefühl versagt zu haben nicht mehr zu, weil es mich in eine Sackgasse führt.  Sein Verhalten und auch seine Meinung anzupassen, ist wichtig und richtig. Die Themen sind so komplex, dass ich nicht alle Hintergründe zu 100% verstehen kann. Zumindest nicht sofort. Und die beste Recherche deckt keine zukünftigen Entwicklungen ab. Wir können schließlich nicht in die Zukunft sehen. 

Also wenn ihr das nächste Mal kurz vorm Verzweifeln steht, sagt euch, das was ich gemacht habe, war bis heute gut und ab morgen mache ich es eben besser.